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Diese Woche 3

Privates Gespräch: was für eine Webseite kann man denn überhaupt noch lesen, ohne dass der größte Teil hinter einer Paywall ist oder man nach kürzester Zeit ein Abo abschließen soll? Ich so: “Meine!” – “Ja, schon, aber… Du bist ja doch thematisch begrenzt. Über King Charles schreibst Du zum Beispiel nie was!”

Das saß. Hatte ich mich doch viel zu viel damit aufgehalten, wer bei technischen Projekten die Wahl der Mittel treffen sollte, oder mit einer Geschichte über ein schicksalhaft ausgebliebenes KI-Projekt. Das sind eigentlich eher so die Themen, mit denen ich mich wohl fühle. Und deswegen hier ein paar der Meldungen der Art, die man von mir gewohnt ist.

[Commander Data – technische Daten] Habt Ihr Euch schon mal gefragt, was Data eigentlich technisch so drauf hatte? Also gut: vom Speicher her unschlagbar (da hatte man nur in der Synchronfassung Mist gebaut), aber von der Rechenleistung her entspricht er etwa einer aktuellen Grafikkarte. Was ja hauptsächlich dafür spricht, dass die Dinger sich jenseits aller Vorstellung, die man vor 25 Jahren hatte, weiter entwickelt haben. Mich hat ja immer mehr die Frage umgetrieben, wieso er wie ein Berserker auf den Tastaturen herumtippen musste. Hätte man ihm kein WLAN spendieren können?

[Stack Overflow] Eine Menge Wissen über Computercode, mit dem uns die KI’s mittlerweile durchaus passabel die Arbeit erleichtern, stammt ja von Stack Overflow. Und das finden dort durchaus nicht alle gut.

[Vierstellige PINs] Heise hat eine wunderbare Visualisierung, welche zeigt, was für Karten-PINs Menschen bevorzugt verwenden, wenn sie sie selbst wählen können.

[Start-Schiff] Allmählich lichtet sich der Nebel um unsere tolle Raketenbasis in der Nordsee. Mal aufmerksam die FR gelesen:

  1. Ich hatte ja schon einige Male gefragt, wo eigentlich dieses Schiff aus der Pressemappe bleibt, von dem die Raketen mal starten sollen, denn irgendwer müsste das ja auch bauen. Stellt sich raus: gibt es nicht – man möchte von einem Ponton aus starten. Macht zwar durchaus Sinn – SpaceX arbeitet auch nicht anders – aber wozu man uns diese völlig fehlgeleitete Geschichte erst aufgetischt hat, weiß man wohl nur bei der Gosa.
  2. Gravierender: man weiß derzeit wohl nicht so recht, wer das Ding eigentlich nutzen soll. HyImpulse hat inzwischen von Australien aus seinen ersten Flug absolviert. Rocket Factory Augsburg plant in Shetland, und Isar Aerospace in Norwegen.
  3. Witzig das Ende: nun möchte man (wer jetzt nochmal?) auch gleich noch auf einem Schiff landen. Das, liebe Leute, erfordert erstens Raketen, die das können, zweitens eine Menge Versuche und die Bereitschaft, sie zu finanzieren (siehe wieder SpaceX), und drittens definitiv einen Ponton und kein Schiff.

Ich glaube mittlerweile nichts mehr, was aus der Richtung kommt.

Anmerkung zum Schluss: zu Pfingsten werde ich kein Diese Woche machen, wir sehen uns also in ungefähr zwei Wochen wieder. Und, bevor ich es vergesse: Lieber Charles, von Herzen die allerbesten Genesungswünsche!